Start Erdbeben
07 | 09 | 2010
Erdbeben PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 07. Dezember 2008 um 09:53 Uhr

 

in den letzten 24 Stunden

Anzahl

 

 e-alarm-0-gr-farbe

0 - 6 Erdbeben,
Max-Stärke: < 6

 e-alarm-1-gr-farbe

7 - 9 Erdbeben,
Max-Stärke: 6 - 6.5

 e-alarm-2-gr-farbe

10 - 13 Erdbeben,
Max-Stärke: 6.6 - 7

 e-alarm-3-gr-farbe

14 und mehr Erdbeben,
Max-Stärke: > 7

Erdbebenmonitor

letztes Beben:

 

 

stärkstes Beben:

 

 

Erdbeben gehören zu den gewaltigsten Naturkatastrophen, die uns bedrohen können. Ein Erdbeben kann spielend die Kraft einer Atombombe erreichen und allein in diesem Jahrhundert haben über 2 Millionen Menschen ihr Leben durch Erdbeben verloren. Die wirtschaftlichen Schäden durch Erdbeben  kosten Milliarden.

Die Entstehung von Erdbeben.

Die meisten Erdbeben gehen von einem relativ eng umgrenzten Gebiet tief im Erdinneren aus. Diesen Bereich bezeichnet man als Bebenherd oder auch Hypozentrum. Das Epizentrum bezeichnet den Punkt auf der Erdoberfläche, der direkt über dem Hypozentrum liegt.

In der Vorzeit bestand die Erdkruste aus einer einheitlichen Schicht und bildete den Urkontinent Pangäa. Dieser teilte sich durch plattentektonische Vorgänge während des Mesozoikums (-251 Millionen Jahre bis -65,5 Millionen Jahre) in verschiedene Teilkontinente aus denen sich dann im Laufe der Zeit die heute bekannten Kontinente gebildet haben.

Bis heute bewegen sich diese Platten und bauen an den Rändern gewaltige Spannungen auf, die sich in unregelmäßigen Abständen in Form von Erdbeben abbauen.  An den Plattenränder treten auch verhäuft aktive Vulkane auf. Diese Randzonen werden auch als Feuergürtel der Erde bezeichnet.

Es gibt unterschiedlichen Arten von Erdbeben. Am häufigsten kommt es mit ca. 90% zu sog. tektonischen Beben, die ihren Ursprung im Aneinanderreiben der Kontinentalplatten haben. Mit ca. 7% folgen Erdbeben, die ihren Ursprung in Vulkanaktivitäten haben und das Schlußlicht - mit 3% Anteil - bilden Beben, die durch den Einsturz von unterirdischen Hohlräumen entstehen.

Je nach Tiefe des Bebenherdes unterscheidet man Flach-, Mittel- und Tiefbeben. Am häufigsten kommt es zu Flachbeben (Tiefe ca. 0 - 70 Kilometer), gefolgt von Mittelbeben (Tiefe ca. 71 - 300 Kilometern) und Tiefbeben in einer Tiefe von bis zu 700 Kilometern.

Die Ursache für Tiefbau ist aber noch eindeutig geklärt. Vermutlich entstehen sie durch eine plötzliche Volumenänderung im sog. “plutonischem” Tiefengestein.

Erdbeben im deutschen Raum.

Obwohl Erdbeben im deutschen Raum selten sind, gehören die Schwäbische Alb, die Niederrheinische Bucht und der Oberrheingraben zu den erdbebengefährdeten Gebieten. Wirklich schwere Beben sind nur aus dem Mittelalter überliefert und es ist heute schwer Angaben über die Stärke, das Epizentrum des Beben und die Anzahl der Opfer zu machen.

Um 1640 fand bei Düren ein schweres Beben statt, daß noch im knapp 40 Kilometer entfernten Köln Schornsteine zum Einsturz brachte.  Am 18.02.1757 suchte ein weiteres Beben Düren heim, dessen Auswirkung noch in London, Halle und Straßburg gespürt wurden. In Folge dieses Bebens stürzten in Aachen einige Häuser und Schornsteine ein, die Stadtmauer von Düren bekam grße Risse und die Stadtmauer von Münstereifel wurde an zwei Stellen zusammen mit einem Turm zerstört.

Weitere größere Beben fanden 1873 und 1877 im Aachener Raum und im Düsseldorfer Raum statt. Das letzte schwere Beben mit Schäden fand am 13.04.1992 im niederländischen Roermond statt. Mit einer Stärke von 5,9 lag das Epizentrum 4 km südlich von Roermond und die Auswirkungen waren noch in Berlin, München und London zu spüren. Durch herabfallende Ziegel wurden mehr als 30 Personen verletzt. Zu den größten Schäden kam es im deutschen Bergbaugebiet des Heinzberger Raums in den Ortschaften Dremmen und Oberbruch. Der Schaden in Deutschland und Holland belief sich auf knapp 300 Millionen Euro.

Übersicht Nahbeben

nahbebenkarte

Die zehn schwersten Beben der Neuzeit

Datum

Ort

Stärke

Ausmaß

22.05.1960

Chile

9,5

5.700 Tote; Puerto Saavedra wurde komplett zerstört; in Puerto Montt wurde 90% aller Gebäude zerstört, in Angol 82%, in Los Ngeles 70%, in Talcahiano 65% und in Valdivia 40% aller Gebäude

26.12.2004

Indischer Ozean

9,3

a. 228.000 Todesopfer und über 110.000 Verletzte; 1.7 Millionen Obdachlose

28.03.1964

Price William Sound, Alaska

9,2

n diesem dünn besiedelten Gebiet waren nur 125 Tote zu beklagen, wobei alleine 100 Todesopfer auf das Konto der folgenden Flutwelle ging. Selbst das 120 Kilometer entfernt liegende Anchorage wurde stark in Mitleiderschaft gezogen. Gebiete, die dichter am Epizentrum lagen, wurden teilweise auf Schlag um 15 Meter angehoben oder abgesenkt.

09.03.1957

Andreanof Island, Alaska

9,1

Durch dieses Beben wurden die zwei Brücken auf Adak Island zerstört. Der Vulkan Vsevidof brach nach 200 Jahren Ruhe aus. Das Beben löste eine 15 Meter hohe Flutwelle aus, die Scotch Cap überrollte und eine weitere, 8 Meter hohe Flutwelle, zerstöre viele Gebäude in der Sand Bay. Die Flutwellen erreichten Hawaii, wo sie 2 Dörfer zerstörten und Schäden von 5 Millionen USD hinterließen. Mehr als 300 Nachbeben wurden registriert.

04.11.1952

Kamtschatka, Rußland

9,0

Die durch das Beben ausgelöste Flutwelle zerstörte zunächst die Siedlung Sewero Kulilsk auf den Kurilen vollständig und jagte dann über den gesamten Pazifik bis nach Chile. Wegen des dünn besiedelten Gebiets waren nur 2.000 Todesopfen zu beklagen.

31.06.1906

Ecuador

8,8

Das Seebeben vor der Küste Ecuador forderte “nur” 1.000 Todesopfer.

28.03.2005

Nord-Sumatra

8,7

Die gefürchtete Flutwelle blieb diesmal aus. Dennoch
2.000 Todesopfer.

04.02.1965

Rat Island, Alaska

8,7

Durch dieses Beben wurde eine knapp 11 Meter hohe Flutwelle ausgelöst, die die Shemya Islands überrollte.

15.08.1950

Assam, Indien

8,6

Allein durch das Erdbeben gab es schon 1.526 Tote. Später brach in Folge des Erdbebens ein Damm, was weitere 532 Todesopfer zur Folge hatte.

16.12.1920

Ningxia, China

8,6

Das Beben im chinesischen District Gansu forderte 200.000 Todesopfer.

Übersicht ber die letzten Beben

Datum

Uhrzeit

Breitengrad

Lngengrad

Strke

Ort

07.09.2010

15:56:03.0

38.02 N

23.10 E

3.0

Greece

07.09.2010

15:42:00.0

36.95 N

21.40 W

4.5

Azores islands region

07.09.2010

15:41:38.5

39.55 N

73.91 E

5.5

Southern xinjiang, china

07.09.2010

14:58:09.8

33.71 N

45.61 E

3.8

Iran-iraq border region

07.09.2010

14:18:00.7

37.02 N

27.73 E

4.1

Western turkey

07.09.2010

13:33:58.3

41.89 N

22.09 E

2.7

Fyr of macedonia

07.09.2010

13:14:16.1

35.16 N

26.33 E

2.8

Crete, greece

07.09.2010

12:48:58.0

14.37 S

176.14 W

5.4

Fiji region

07.09.2010

12:05:08.2

47.82 N

23.77 E

2.2

Romania

07.09.2010

12:00:59.0

40.50 N

37.30 E

3.3

Central turkey

07.09.2010

11:59:33.0

47.96 N

27.10 E

2.2

Romania-moldova border region

07.09.2010

11:30:53.1

45.99 N

151.25 E

5.2

Kuril islands

07.09.2010

10:24:59.6

38.97 N

21.37 E

2.8

Greece

07.09.2010

09:11:56.0

45.78 N

26.73 E

2.7

Romania

07.09.2010

08:43:45.0

40.56 N

34.82 E

3.0

Central turkey

07.09.2010

07:42:28.6

37.51 N

21.97 E

3.3

Southern greece

07.09.2010

07:22:13.4

6.98 S

103.38 E

5.0

Southwest of sumatra, indonesia

07.09.2010

03:54:25.3

38.80 N

25.75 E

2.4

Aegean sea

07.09.2010

02:53:44.5

27.12 N

52.92 E

3.5

Southern iran

07.09.2010

02:48:55.1

39.54 N

40.15 E

3.8

Eastern turkey

07.09.2010

02:43:58.0

42.51 N

13.21 E

2.0

Central italy

07.09.2010

02:41:14.8

43.26 N

12.99 E

2.5

Central italy

07.09.2010

02:16:18.8

36.41 N

26.11 E

2.7

Dodecanese islands, greece

07.09.2010

02:11:07.7

27.14 N

54.60 E

5.3

Southern iran

07.09.2010

01:42:40.7

19.66 S

177.57 W

4.9

Fiji region

07.09.2010

01:35:22.6

38.05 N

21.61 E

2.5

Greece

07.09.2010

00:57:25.4

6.94 S

103.55 E

5.7

Southwest of sumatra, indonesia

06.09.2010

23:07:45.0

39.78 N

40.64 E

3.0

Eastern turkey

06.09.2010

22:48:34.4

40.27 S

176.75 E

5.2

North island of new zealand

06.09.2010

21:52:09.0

40.78 N

16.57 E

1.8

Southern italy

06.09.2010

21:43:09.0

42.52 N

13.21 E

2.4

Central italy

06.09.2010

21:05:33.8

38.38 N

30.92 E

3.0

Western turkey

06.09.2010

20:58:14.9

17.37 S

167.30 E

4.9

Vanuatu

06.09.2010

20:50:09.3

38.66 N

22.91 E

2.0

Greece

06.09.2010

19:36:03.4

39.14 N

25.86 E

3.0

Aegean sea

06.09.2010

19:20:43.5

37.61 N

22.53 E

3.6

Southern greece

06.09.2010

19:11:08.3

37.14 N

19.88 E

2.1

Ionian sea

06.09.2010

18:22:28.0

40.78 N

16.58 E

2.3

Southern italy

06.09.2010

18:05:40.0

40.78 N

16.58 E

1.9

Southern italy

06.09.2010

17:29:28.6

36.09 N

26.38 E

3.2

Dodecanese islands, greece

06.09.2010

17:27:12.4

37.16 N

26.42 E

2.8

Dodecanese islands, greece

06.09.2010

17:15:36.2

4.22 S

103.46 E

5.3

Southern sumatra, indonesia

06.09.2010

16:15:23

47.877N

7.883E

1.4

Muenstertal/Lkrs. Breisgau-Hoch./BW

06.09.2010

15:55:21.0

42.52 N

13.23 E

2.0

Central italy

06.09.2010

15:52:01.3

51.59 N

15.69 E

2.9

Poland

06.09.2010

15:31:58.3

60.49 N

165.75 E

3.8

Near e coast of koryakia, russia

06.09.2010

14:35:00.3

44.57 N

6.89 E

2.5

France

06.09.2010

13:46:27.6

10.90 S

162.24 E

5.7

Solomon islands

06.09.2010

12:57:21.5

59.96 N

22.27 E

2.3

Baltic sea

06.09.2010

11:40:49.2

43.67 S

172.14 E

5.1

South island of new zealand

06.09.2010

11:26:03.1

37.08 N

27.66 E

3.5

Western turkey

05.09.2010

7:07:29

44.300N

12.400E

3.6

NORTHERN ITALY

31.08.2010

2:13:46

48.900N

6.700E

2.4

NE of Nancy/France

27.08.2010

17:22:03

48.070N

7.890E

1.0

Denzlingen/Lkrs. Emmendingen/BW

27.08.2010

12:20:04

49.850N

8.010E

2.4

Sprendlingen/Lkrs. Mainz-Bingen/RLP

24.08.2010

18:38:49

47.850N

7.470E

1.8

Munchhouse/Elsass/Frankreich

24.08.2010

17:42:21

47.853N

7.468E

1.2

Munchhouse/Elsass/Frankreich

23.08.2010

8:50:21

48.000N

9.240E

1.5

Krauchenwies/Lkrs. Sigmaringen/BW

22.08.2010

8:31:03

47.668N

7.474E

0.9

Sierentz/Elsass/Frankreich

20.08.2010

23:56:49

47.874N

8.110E

0.8

Feldberg/Lkrs. Breisgau-Hochs./BW

18.08.2010

18:07:29

47.873N

8.108E

1.3

Feldberg/Lkrs. Breisgau-Hochs./BW

18.08.2010

15:54:31

47.875N

8.110E

2.7

Feldberg/Lkrs. Breisgau-Hochs./BW

16.08.2010

19:24:55

47.972N

8.292E

1.1

Eisenbach/Lkrs. Breisgau-Hochs./BW

16.08.2010

9:11:39

47.444N

8.309E

1.5

Wettingen/Kanton Aargau/Schweiz

Climate Prediction

Credits Climate Prediction  
Wußten Sie schon...?

daß die meisten Regentag (348) in chilenischen Bahia Felix sind?


Umfragen
busyLoading Poll...
Nachrichten
  • Tropenstürme EARL, FIONA, KOMPASU und LIONROCK
    (Hurrikanblog) Derzeit ist absolute Hochsaison für Tropische Wirbelstürme. Vier Stürme sind im Moment über dem Atlantik und dem Pazifik aktiv: Hurrikan EARL (links im Bild) mit Windgeschwindigkeiten bis 204 km/h (Sturm der Kategorie 3), Tropensturm FIONA mit Windgeschwindigkeiten bis 93 km/h, Taifun KOMPASU mit Windgeschwindigkeiten bis 148 km/h (Sturm der Kategorie 1) und Tropensturm LIONROCK mit ...
  • Auf DANIELLE folgt EARL
    (Hurrikanblog) Mit mittleren Windgeschwindigkeiten bis 215 km/h und einem Durchmesser von etwa 700 km ist DANIELLE ein Sturm der zweithöchsten Kategorie 4 und damit der erste starke Hurrikan dieser Saison im Atlantik geworden. Das Bild links wurde am 27. August 2010 vom NASA-Satelliten TERRA aufgezeichnet. Das folgende Bild zeigt die bisherige und weitere Zugbahn von DANIELLE (grün) sowie die des nachfolgenden...
  • Wirbelsturm bedroht mexikanische Golfküste
    (news.ch) Mexiko-Stadt - Der Tropensturm «Hermine» hat die Küste Mexikos erreicht. Der Orkan sei im Nordosten Mexikos auf Land ...