| Vulkane |
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| Mittwoch, 10. Dezember 2008 um 12:07 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Vulkane gehören - wie Erdbeben - zu den gewaltigsten Naturkatastrophen die uns treffen können. So hätte vor 74.000 Jahren ein Vulkanausbruch beinahe den Untergang des Homo Sapiens bedeutet und wenn heute einer der Supervulkane ausbrechen sollte sieht es nicht viel besser aus. Was sind Vulkane?Als Vulkan bezeichnet man die Austrittsstelle von geschmozenem Gestein an der Erdoberfläche. Alle Begleiterscheinungen, die damit in Zusammenhang stehen bezeichnet man als Vulkanismus. Entstehung von Vulkanen.Im Erdinneren herrschen ab einer Tiefe von etwa 100 Kilometern Temperaturen von 1.000 bis 1.500 Grad Celcius. Bei dieser Hitze schmilzt Gestein und bildet das sog. Magma. Das zähflüssige Magma sammelt sich in großen, meist tropfenförmigen, Magmaherden in ca. 2 bis 50 Kilometern Tiefe. Bei steigendem Druck, weil immer mehr Magma erzeugt wird, steigt diese durch Spalten und Risse im Gestein bis zur Erdoberfläche auf. Dabei wird aber nicht nur das Magma, sondern aus gasförmige und feste Stoffe freigesetzt. Dabei kann der Austritt an der Erdoberfläche langsam und gleichmäßig erfolgen in schlimmen Fällen aber auch durch eine plötzliche Explosion, die verheerende Ausmaße annehmen kann. Wie ein Vulkan ausbricht hängt sehr stark von der chemischen Zusammensetzung des Magmas ab. Als Faustregel gilt: Ein hoher Anteil an Kieselsäuren macht das Magma zähflüssig - ein hoher Gehalt an Wasserdampf hochexplosiv. Die Stärke eines Vulkans wird mit dem VEI (= Volcanic Explosivity Index) beschrieben (siehe Tabelle weiter unten). Vulkantypen.Vulkane werden nach ihrer Form und nach ihrem Magmazuführungssystem unterschieden. Nach ihrer Form unterscheidet man zwischen
und nach der Art der Magmazuführung unterscheidet man zwischen
Schildvulkane werden durch Lava gespeist, die aus dem oberen Erdmantel stammt. An diesen Stellen ist die Erdoberfläche “relativ” dünn, d.h. der Erdboden leistet dem aufstrebenden Magma nicht viel Widerstand. Ohne größere Explosionen kann dünnflüssiges Magma aus Spalten und Kratern austreten und erreicht dabei eine Fließgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Diese breite Lavadecke ähnelt in der Form einem Schild woher diese Vulkane dann auch ihrer Namen haben. Ein Beispiel für einen Schildvulkan ist der Kilauea auf Hawaii. Schichtvulkane wie bspw. der Vesuv oder der Stromboli aber auch der Mt. St. Helens in den USA findet man häufig an Stellen, wo tektonische Platten aufeinander treffen. Das Magma dieser Vulkane ist mit 700 bis 900 Grad Celcius wesentlich kälter als das der Schildvulkane. Das Magma der Schichtvulkane weist einen hohen Kiesesäure und Gasanteil auf, der dann auch für explosive Eruption verantwortlich ist. Das zähflüssige Magma verhindert, das die Gasblasen nach ober steigen können, sodaß sich ein enormen Druck aufbaut, der zur Explosion führt. Diese Explosion kann so heftig sein, daß Ascheteilchen bis in Stratospähre (8 bis 50 km Höhe) geschleudert werden. Sonderformen der Vulkane sind die
Maare entstehen, wenn das Magma auf dem Weg zur Erdoberfläche auf wasserhaltige Gesteinsschichten trifft. In diesem Fall kommt es zu einer gewaltigen Explosion bei der das Magma in der Tiefe stecken bleibt und nur die Gasbestandteile nach oben austreten. Es bildet sich ein kreisförmiger Trichter mit einem Wall. Wenn sich eine Magmakammer geleert hat, kann die Decke der Kammer irgenwann nicht mehr dem Druck des darüber liegenden Gesteins standhalten. Sie stürzt ein. Dann entsteht meistens ein runder oder ovaler Einbruchtrichter, der Caldera genannt wird. Supervulkane zeichnen sich durch eine besonders große Magmakammer aus. so ist bspw. die Magmakammer des wohl bekanntesten Supervulkans - des Yellowstone-Vulkans - 60 Kilometer lang, 40 Kilometer breit und ca. 10 Kilometer dick. Der Kraft eines Supervulkan Ausbruches wird mit dem VEI-Index 8 beschrieben. Neben den unmittelbaren Schäden durch die Explosion wird es in Folge zu einer Klimakatastrophe (vulkanischem
Weiter bekannte Supervulkane sind: Aira (Kyushu, Japan) , Aso (Kyushu, Japan), Kikai (Ryukyu-Inseln, Japan), Lake Toba (Sumatra, Indonesien), Long Valley Caldera (Californien, USA), Tauposee, (Nord Insel, Neuseeland), Valle Grande (New Mexico, USA). Vulkane in Deutschland.Auch in Deutschland sind viele Vulkane zu finden. Kaiserstuhl, Vogelsberg, der Drachenfels im Siebengebirge oder die vielen Maare in der Vulkaneifel sind nur einige von ihnen. Ob diese wirklich erloschen sind oder nur ruhen läßt sich nicht mit Sicherheit sagen. Auch wenn ein erneuter Ausbruch in den nächsten Jahrhunderten unwahrscheinlich sein mag, mehren sich doch die Anzeichen für eine Zunahme der Aktivität. Wurden bislang die in den Eifeler Maaren aufsteigenden Kohlendioxidbläschen als Zeichen für eine abnehmende Tätigkeit der Vulkane gedeutet könnte dies auch auf eine Zunahme des Magmaplumes hinweisen.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, 22. Dezember 2008 um 11:27 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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