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- Abendrot
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Als Abendrot bezeichnet man eine rötliche Färbung des leicht bewölkten Abendhimmels bei tiefem Sonnenstand. Hervorgerufen wird dies durch einen längeren Weg des Lichts durch die Atmosphäre, wobei durch die Moleküle der Luft, Wasserdampf u. a. das kurzwellige blaue Licht stärker gestreut und absorbiert wird als das langwelligere rote Licht, siehe Rayleighstreuung. Abendrot gilt nach Bauernregeln als Vorzeichen für schönes Wetter.
- adiabatisch
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Die adiabatische Zustandsänderung ist ein Begriff aus der Thermodynamik. Adiabatisch nennt man eine Zustandsänderung eines thermodynamischen Systems ohne thermischen Kontakt mit seiner Umgebung. Mit anderen Worten, Wärmezufuhr oder -entzug findet während der Zustandsänderung nicht statt.
- Altweibersommer
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Altweibersommer ist eine sogenannte Singularität und bezeichnet einen Zeitabschnitt gleichmäßiger Witterung im September, welcher sich durch ein Hochdruckgebiet, stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers auszeichnet. Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Spinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit "weiben" wurde im Altdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet. Im Volksglaube wurden diese Spinnweben aber auch für Gespinste von Elfen, Zwergen oder der Jungfrau Maria ("Marienfäden", "Marienseide", "Marienhaar" oder "Unserer Lieben Frauen Gespinnst") gehalten. In Nordamerika ist diese Jahreszeit als Indian Summer (Indianersommer) bekannt - in Schweden spricht man vom "Birgitta-Sommer", dort liegt er meist Anfang bis Mitte Oktober.
- arid
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Der Begriff “arid” leitet sich vom lateinischen aridus = trocken ab. Man spricht in der Klimatologie von einem ariden Klima, wenn der Niederschlag in einer Region kleiner als die mögliche Verdunstung ist. Verfeinert wird die Definition durch die Begriffe vollarides Klima, wo der Niederschlag kleiner als die Verdunstung in mehr als 5 Monaten des Jahres ist und semiarides Klima, wo der Niederschlag keiner als die Verdunstung von 3 bis 5 Monates des Jahres ist.
- Atmosphäre
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Die Atmosphäre (von griechisch ατμός, atmós = Luft, Druck, Dampf und σφαίρα, sfära = Kugel) ist die gasförmige Hülle um einen Himmelskörper. Sie besteht meist aus einem Gemisch verschiedener Gase, die vom Schwerefeld des Himmelskörpers festgehalten werden können.
Die Atmosphäre ist an der Oberfläche am dichtesten und geht in großen Höhen fließend in das interplanetare Medium über. Der Druckverlauf ist in den unteren Bereichen bestimmt durch die hydrostatische Gleichung.
Im Falle konstanter Temperatur reduziert sich die Gleichung zur barometrischen Höhenformel. Im äußeren Bereich ist diese Beschreibung jedoch nicht mehr gültig, da sich die Bestandteile aufgrund der geringen Dichte auf Keplerbahnen oder den Magnetfeldlinien bewegen und sich gegenseitig kaum noch beeinflussen.
In der Regel ist eine Atmosphäre keine homogene Gashülle, sondern aufgrund zahlreicher innerer und äußerer Einflüsse in mehrere mehr oder weniger klar gegeneinander abgegrenzte Schichten einzuteilen, die vor allem durch die Temperaturabhängigkeit chemischer Prozesse in der Atmosphäre und die Strahlungsdurchlässigkeit abhängig von der Höhe entstehen. Im wesentlichen kann man folgende Schichten unterscheiden:
An der Planetenoberfläche beginnt in der Regel die Troposphäre, in der Konvektionsströmungen vorherrschen. Sie wird begrenzt durch die Tropopause. Darüber liegt die Stratosphäre, in der die Strahlung beim Energietransport dominiert. Sie wird begrenzt durch die Stratopause. In der Mesosphäre wird, vor allem durch Kohlendioxid, Energie abgestrahlt, so dass in dieser Schicht eine starke Abkühlung erfolgt. Sie wird begrenzt durch die Mesopause. In der Thermosphäre/Ionosphäre dissoziieren und ionisieren die meisten Moleküle, wodurch die Temperatur deutlich ansteigt. Die äußerste Schicht ist die Exosphäre, aus der die vorwiegend atomaren bzw. ionisierten Bestandteile aus dem Schwerefeld des Planeten entweichen können. Sie wird bei Vorhandensein eines Magnetfeldes durch die Magnetopause begrenzt. - Azorenhoch
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Das Azorenhoch hat seinem Namen von der gleichnamigen portugisischen Inselgruppe im Atlantik.Das Azorenhoch ist ein beständiges und großes Hochdruckgebiet des subtropischen Hochdruckgürtels. Es entsteht am Rande des Polar-Front Jetstreams, wo kalte Luft nach unten sinkt und dann über dem Golfstrom wieder erwärmt wird. Das Azorenhoch hat entscheidenden Einfluß auf die Höhenströmung insbesondere dann, wenn sich Teile des Azorenhochs abkapseln und sich nach Norden hin ausweiten um dann über Mitteleuropa hinweg nach Osten zu ziehen.
Auf das Wetter in Deutschland hat das Azorenhoch einen großen Einfluß. Wenn im Winter Islandtief und Azorenhoch sehr ausgeprägt sind, herrscht zwischen beiden Gebieten eine großer Luftdruckunterschied. Dadurch entsteht eine milde Westwindlage und unsere Winter sind eher feucht. Bei einem geringen Luftdruckunterschied hingegen wird unser Wetter durch die kalte und trockene Luft über Rußland bestimmt. Ab und zu löst sich ein Keil von Azorenhochdruckgebiet und zieht bis nach Mitteleuropa. Im Sommer beschert uns dann das Azorenhoch heißes und trockenes Wetter mit zunehmender Schwüle und Gewittern am Ende der Hochdruckfront. - Barometer
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Das Barometer ist ein Messgerät zur Bestimmung des Luftdrucks. Dabei gibt es zwei wesentliche Arten von Barometern: Quecksilberbarometer bestehen aus einem mit Quecksilber gefüllten, senkrechten Rohr, das am oberen Ende luftdicht verschlossen ist. Das untere Ende taucht in ein Vorratsgefäß, das ebenfalls Quecksilber enthält. Durch sein Eigengewicht fließt das Quecksilber aus dem Rohr, wobei am oberen Ende ein Vakuum entsteht. Der Luftdruck wirkt dem entgegen, so dass die Quecksilbersäule bei einer bestimmten Höhe zur Ruhe kommt. Bei normalem Luftdruck sind das 760 mm. Quecksilber wird verwendet, weil durch sein hohes spezifisches Gewicht das Rohr kurz gehalten werden kann, bei Wasser müsste das Rohr etwa 10 Meter lang sein. Zum anderen verdampft trotz des Vakuums am oberen Ende nur sehr wenig Quecksilber. Bei Dosenbarometern (Aneroid-Barometern) wird eine luftleere Dose durch den Luftdruck verformt. Über eine Mechanik wird diese Verformung auf einen Zeiger übertragen. Ein Druckmikrofon arbeitet auch nach diesem Prinzip. Das Sturmglasbarometer, erfunden und realisiert von Admiral Robert Fitzroy, Gründer der meteorologischen Abteilung des Britischen Handelsministeriums, funktioniert auf gänzlich anderer Grundlage. Eine alkoholische Lösung von Kampfer reagiert mit Kristallbildung auf Luftdruck- und Temperaturänderung. Klare Lösung steht hierbei für gutes Wetter, trübe Flüssigkeit signalisiert Regen oder Sturm. Barometer werden in der Meteorologie verwendet. Da der Luftdruck mit der Höhe abnimmt, dienen sie auch als Höhenmesser in Flugzeugen. Wird nicht der Luftdruck der Atmosphäre, sondern ein künstlich erzeugter Über- oder Unterdruck gemessen, spricht man von Manometern. Das erste Quecksilberbarometer wurde 1643 von Evangelista Torricelli erfunden. Er beobachtete, dass sich die Höhe der Quecksilbersäule täglich veränderte und schloss daraus, dass sich auch der Luftdruck entsprechend ändert. Nach ihm wurde eine Einheit zur Messung des Luftdrucks (1 Torr = 1 mm Quecksilbersäule, entspricht ca. 133,21 Pa) benannt.
- barometrische Höhenformel
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Die barometrische Höhenformel beschreibt die Verteilung der (Gas-) Teilchen in der Atmospähre unserer Erde unter Berücksichtigung des Luftdrucks. Je näher ein Teilchen der ziehenden Kraft (Gravitation) ist, desto mehr Teilchen befinden sich darüber und üben Druck aus. Daher nimmt mit zunehmender Höhe die Anzahl der Teilchen ab, da diese bei geringerem Druck durch ihre Eigenbewegung mehr Raum einnehmen. Mit je 8m Höhenunterschied ändert sich der Luftdruck so um ca. 100 Pa = 1hPa.
Wie groß die Luftdruckveränderung mit steigender Höhe aber tatsächlich ist, hängt noch von weiteren Faktoren ab etwa der Absorption von UV-Strahlung in der Ozonschicht. Ein weiterer Faktor ist die Temperatur. Kalte Luft ist dichter (und damit schwerer) als warme Luft. In kalter Luft nimmt der Luftdruck daher schneller zu oder ab. - Bauernregel
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Bauernregeln sind Regeln, die versuchen aus der Beobachtung
bestimmter Ereignisse Aussagen über kommende Ereignisse abzuleiten. Die meisten Bauernregeln befassen sich mit der Wettervorhersage und sind durch Beoabachtungen über einen langen Zeitraum entstanden und von Generation zu Generation weitergegeben worden. Sie haben meist einen Bezug zu bestimmten Tagen im Kalender (Lostage).
Als globale Wetterprognosen sind Bauernregeln sicher ungeeignet. Die statistische Überprüfung von Bauernregeln unter Berücksichtigung ihres lokalen Entstehungsgebietes und einer evt. Kalenderverschiebung seit ihrer Bildung weist jedoch nach, daß sie regional eine erstaunliche Zuverlässigkeit
aufweisen.
Beispiele für Bauernregeln sind:
Abendrot - Gutwetterbot' - Morgenrot mit Regen droht.
Bei rotem Mond und hellen Sterne, sind Gewitter gar nicht ferne.
Der Nordwind ist ein rauher Vetter, doch er bringt beständig's Wetter.
Geht die Sonne feurig auf, folgen Wind und Regen drauf.
Während die klassischen Bauernregeln versuchen das Wetter aufgrund aktueller Wettererscheinungen zu prognostizieren, haben die Sinti und Roma, die auf den größten Teil ihres Lebens im Freien verbringen ihre Wetterregeln zu einem
großen Teil aus dem Verhalten von Tieren abgeleitet.
So erwarten sie schönes Wetter, wenn Feldermäuse, Nachtvögel und Nachtfalter in großer Zahl umherflattern oder wenn Raben erst spät abends in ihre Nester zurückkehren oder die Mücken hoch fliegen.
Veränderliches Wetter ist zu erwarten, wenn die Spinnen nur kurze Fäden spinnen.
Ein Zeichen für schlechtes Wetter ist, wenn eine Katze auf den Hinterbeinen stehend an Gegenständen herumkratzt, wenn die Hunde Gras fressen, wenn Pferde und Rinder häufig in der Luft herumschnuppern , oder wenn Esel häufig schreien. - Beaufort
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Der Wind wird in der Meteorologie je nach seiner Geschwindigkeit in verschiedene Windstärken eingeteilt. Sir Francis Beaufort entwickelte dazu 1806 eine zwölfteilige Skala, die 1949 auf Beschluss der Internationalen Meteorologischen Organisation auf 17 Stufen erweitert wurde. Die Beaufort-Skala bemisst sich nach den beobachtbaren Auswirkungen des Windes auf die Umgebung (im Binnenland und auf See).
Üblicherweise werden die letzten Stellen des Geschwindigkeitsbetrages auf- bzw. abgerundet, je nachdem, ob es sich um die untere oder obere Geschwindigkeitsgrenze der jeweiligen Windstärke handelt. Windstärke 9 Bft (d.h. zwischen 8,5 und 9,5) entspricht also einer Windgeschwindigkeit zwischen 20,8 und 24,4 m/s, 10 Bft entsprechend 24,5 bis 32,6 m/s usw.
Beaufort-Skala mit Windart und Beschreibung
Windstärke m/s km/h Bezeichnung Beschreibung
0 0,0 - 0,2 0 - 1 Windstille keine Luftbewegung, Rauch steigt senkrecht empor
1
0,3 - 1,5
1 - 5
leiser Zug
Rauch zeigt Windrichtung an, Blätter unbewegt
2
1,6 - 3,3
6 - 11
leichte Brise
Blätter rascheln, Wind im Gesicht spürbar
3
3,4 - 5,4
12 - 19
schwache Brise
Blätter und dünne Zweige bewegen sich, Wimpel werden gestreckt
4
5,5 - 7,9
20 - 28
mäßige Brise
Zweige bewegen sich, loses Papier wird vom Boden gehoben
5
8,0 - 10,7
29 - 38
frische Brise
größere Zweige und Bäume bewegen sich, Schaumköpfe aus Seen
6
10,8 - 13,8
39 - 49
starker Wind
dicke Äaste bewegen sich, hörbares Pfeifen an Drahtseilen oder an Ecken
7
13,9 - 17,1
50 - 61
steifer Wind
Bäume schwanken, Widerstand beim Gehen gegen den Wind
8
17,2 - 20,7
62 - 74
stürmischer Wind
große Bäume werden bewegt, Zweige brechen von Bäumen, beim Gehen erhebliche Behinderung
9
20,8 - 24,4
75 - 88
Sturm
Äste brechen, Ziegel werden von Dächern gehoben
10
24,5 - 28,4
89 - 102
schwerer Sturm
Bäume werden entwurzelt, Häuser beschädigt
11
28,5 - 32,6
103 - 117
orkanartiger Sturm
heftige Böen, verbreitet Sturmschäden
12
32,7 - 36,9
118 - 133
Orkan
schwere Sturmschäden, Verwüstungen - Beginn der Aufzeichnung
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Oft liest man in den Nachrichten "...dieser Monat ist der wärmste seit Beginn der Aufzeichnung". Doch wann war der Beginn der Aufzeichnung? Die Frage läßt sich nicht eindeutig beantworten. Die wohl älteste Meßstation Deutschlands in Potsdam zeichnet seit 1893 regelmäßig Daten auf. Die Aufzeichnungen des amerikanischen NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) gehen auf das Jahr 1880 zurück. Die Messung des arktischen Eises hingegen begann erst 1979.
- Bewölkung
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Mit Bewölkung beschreibt man formaltheoretisch die Ansammlung von kondensiertem Wasser in der Luft. Insofern ist Bewölkung nicht zu verwechseln mit anderen schwebenden, festen Partikeln in der Luft. Diese Ansammlung muß für das Auge sichtbar sein und darf den Erdboden nicht berühren (dann wäre es Nebel). Einzeln erkennbare Elemente der Bewölkung bezeichnet man als Wolke. Die Stärke der Bewölkung wird meistens mit einer in 8 Teile unterteilten Skala gemessen.
Bedeckungsgrad Beschreibung
0/8 wolkenlos
1/8 sonnig
2/8 heiter
3/8 leicht bewölkt
4/8 wolkig
5/8 bewölkt
6/8 stark bewölkt
7/8 fast bedeckt
8/8 bedeckt - Blitz
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Blitze sind Ladungsausgleiche in den Wolken beziehungsweise zwischen den Wolken und der Erde. Dabei wird je nach elektrischem Potential der Erdoberfläche zwischen aufwärts- und abwärts gerichteten Blitzen unterschieden. Vor der sichtbaren Entladung baut sich ein starkes elektromagnetisches Feld, der sog. Blitzkanal, auf. Der Blitzkanal hat wenige cm bis mehrere m im Durchmesser; in ihm findet kurz darauf die eigentliche Funkenentladung statt. Durch die schon vorher aufgebauten Spannung können aber Alarmanlagen schon vor dem sichtbaren Blitz ausgelöst werden.
Akustisch äußert sich ein Blitz in Form von Donner; das "Grollen" des Donners kommt durch Echo-Efekte zustande.
Weltweit gibt es andauernd 3.000 Gewitter, was auf der gesamten Erde täglich 20-30 Millionen Blitze ergibt. Doch nur 10 % aller Blitze schlagen in den Boden ein. Sie können dann zwischen 1000° und 20.000°C haben.
In der Bundesrepublik Deutschland gab es 2003 über 2 Millionen Blitze. In Österreich schwankt die seit 1992 registrierte Zahl zwischen 104.000 und 222.000, davon allerdings 70% in der süd-östlichen Landeshälfte und nur 10% im alpinen Tirol. Die bisherige Regel, dass im Gebirge mehr Blitze auftreten, dürfte also nicht überall gelten.
Die allgemeine Blitzhäufigkeit in Deutschland liegt zwischen 0,5 und zehn Einschlägen pro Quadratkilometer und Jahr. Im Schnitt ganz Bayerns liegt er jährlich unter 1 Blitz pro km², in Österreich und Norditalien bei 1-2, in Slowenien bei etwa 3. Doch gibt es fast überall kleinere Bereiche, die 2-3 mal höher liegen (und umgekehrt). Ferner hängt die Blitzhäufigkeit sehr stark von
der Jahreszeit ab. Im Juli und August kommt es zu hohen Zahlen an Blitzschlägen, im Januar gibt es fast gar keine Blitze.
Am häufigsten blitzt es in Deutschland im Schwarzwald, in Österreich und Italien an den Südlichen Kalkalpen. Als "Die Stadt der Blitze" bezeichnet man allerdings Durban in Südafrika. In Brasilien untersucht das DLR-Forschungsflugzeug Falcon die Entstehung von Stickoxiden durch Blitze in tropischen Gewittern.
Während eines Gewitters ist man im Freien - vor allem auf erhöhten Standpunkten - der Gefahr des Blitzschlags ausgesetzt. Am sichersten ist man in einem Haus oder im Auto, da beide wie ein Faradayscher Käfig funktionieren und den Blitz außen ableiten. Tatsächlich ist tödlicher Blitzschlag in der BRD relativ selten geworden, und die durchschnittlich 3 bis 7 Todesopfer pro Jahr ließen sich durch weitere Vorsichtsmaßnahmen noch weiter reduzieren. Im 19. Jahrhundert wurden in Deutschland noch an die 300 Personen jährlich vom Blitz getötet, da wesentlich mehr Menschen auf freiem Feld arbeiteten und sie sich
Obwohl die instinktive Blitzangst manchmal übertrieben wird, ist es eindeutig am besten, bei Gewitter ein Gebäude aufzusuchen. Wenn das - z.B. im Gebirge - nicht möglich ist, sollte man sich möglichst in eine Mulde oder in eine Höhle ducken. Früher gab es den Spruch "Vor Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen". Diese Weisheit ist aber falsch: Man sollte bei einem Gewitter alle Bäume meiden. Doch auch hohe Holzmasten, Gewässer und metallische Gegenstände, die in die Höhe ragen, sind gefährlich.
Breitbeiniges Stehen oder -Hinlegen sollte vermieden werden, da die Gefahr besteht, dass durch einen indirekten Blitzschlag eine hohe Spannung zwischen den Füßen aufgebaut wird. Es wird empfohlen in die Hocke zu gehen, den Kopf einzuziehen und sich aller metallenen Gegenstände zu entledigen.
Ein Blitz kann eine elektrische Spannung von mehr als 10 Millionen Volt erzeugen, beim Blitzschlag fließt ein Strom von etwa 20.000 bis 200.000 Ampere. Die Temperatur am Einschlagpunkt, wo bei Metallen ein kleines Loch geschmolzen wird, kann bis über 25.000 Grad Celsius betragen.
Erscheinungsformen des Blitzes (nicht vollständig)
Linienblitz
Ein Linienblitz hat keine Verzweigungen. Er sucht sich jedoch nicht immer den direkten Weg zum Erdboden, sondern kann auch Knoten und kreisförmige Verschlingungen enthalten.
Flächenblitz
Ein Flächenblitz zeigt zahlreiche Verzweigungen vom Hauptblitzkanal.
Perlschnurblitz
Der Perlschnurblitz ist eine Blitzart, bei der der Blitz nicht durch einen zusammenhängeneden Blitzkanal gekennzeichnet ist, sondern in einzelne, meist nur wenige Meter lange Segmente zerfällt. Diese einzelnen Segmente leuchten heller und meist auch etwas länger als ein "normaler" Linienblitz. Von weitem betrachtet sehen die kurzen, leuchtenden Segmente des Blitzes wie eine
Perlenschnur aus. Perlschnurblitze sind wie Kugelblitze sehr seltene Blitzphänomene. In Laboren
ist es bereits gelungen, Perlschnurblitze künstlich zu erzeugen. Dennoch hat man ihre Bildung noch nicht restlos verstanden: als Ursache könnten Instabilitäten im Plasma des Blitzkanals in Frage kommen.
Kugelblitz
Die Existenz des Kugelblitzes ist eine heute noch umstrittene Frage. Die nur selten berichteten Phänomene können angeblich durch Mauern dringen und sich langsam in Bodennähe bewegen.
Lexikon




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